Seit tausenden von Jahren leben Menschen und Hunde zusammen. Doch so wie sich unser Leben verändert hat, so hat sich auch unsere Beziehung zum Hund gewandelt. Hatte er früher klare Aufgaben wie Jagen und Bewachen, so soll er heute Kumpel, Partner, Kind oder Kuscheltier sein.

Doch für diese Rollen ist er nicht geboren. Denn er ist ein Hund! Und als solcher möchte und muss er auch behandelt werden. Als Hund möchte er ernst genommen werden mit all seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen.

Sein hündischer Instinkt weiß schon von Welpen an, dass ein Sozialverband souveräne, erfahrene (Eltern-) Tiere braucht, die für Sicherheit, Verlässlichkeit und das Überleben des Rudels sorgen. Erziehung hat auf natürlicherweise zehntausende von Jahren sehr erfolgreich stattgefunden, so dass Urvater Wolf bis in die heutige Zeit überlebt hat. 

Die Lebensbedingungen des Hundes haben sich zwar gewaltig verändert, aber dessen innerstes Streben nach festen sozialen Strukturen, nach Klarheit und Verlässlichkeit sind geblieben. Das Einhalten von Regeln gewährleistet das soziale Zusammenleben und ist darum notwendig, vor allem aus Hundesicht.

Erziehung ist das schaffen von gegenseitigem Respekt und Verständnis, für eine vertrauensvolle Beziehung.

Im ersten Schritt ist mir eine klare Kommunikation zwischen Hund und Mensch sehr wichtig. Da Hunde hauptsächlich über die Körpersprache kommunizieren, zeige ich dir diese bei deinem Hund und bei dir wahrzunehmen und bewusst einzusetzen. Denn nur wer sich gut versteht, kann harmonisch zusammenleben.

Darauf folgend lernst du dich gegenüber deinem Hund klar zu positionieren. Dies erfordert, dass du dir ersteinmal über deine eigenen Bedürfnisse, Sorgen, Ängste und Erwartungen bewusst wirst. Erst wenn du weißt, was dein Anteil in dieser Beziehung ist, schauen wir auf den Hund und klären seinen Anteil. Denn Erziehungsberatung ist immer auch Beziehungsberatung. 

Wenn der Mensch weiß, was er von seinem Hund erwartete und was sein Hund von ihm erwartet, versuchen wir einen Weg zu finden auf dem beide die Chance auf größtmögliche Freiheit und Harmonie haben. 

Es geht nicht darum sich überlegen zu fühlen. Wer sich selbst akzeptiert, achtet auf seine eigenen Bedürfnisse, kann diese nach Außen kommunizieren und die Bedürfnisse seines Umfeldes wahrnehmen.